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Keine kurzfristige Lösung für Dauer-Staus

Freitag, 1. Februar 2019

Neue Daten über Staulängen in Nordrhein-Westfalen heizen aktuell wieder die Diskussionen über Dauer-Staus an. Die Opposition hielt der Landesregierung „verkehrspolitisches Versagen“ am vergangenem Donnerstag vor. Für Prof. Dr.-Ing. Justin Geistefeldt vom Lehrstuhl für Verkehrswesen - Planung und Management sind die Dauer-Staus auf den Autobahnen in NRW allerdings keine Überraschung und kurzfristig auch nicht zu stoppen.

Auf dpa-Anfrage erklärt Prof. Dr.-Ing. Justin Geistefeldt, dass in den nächsten vier bis fünf Jahren nicht mit einer Verbesserung der Staus zu rechnen sei. Ihn überrascht es nicht, dass NRW im Bundesvergleich die meisten Staus zählt. Zum einen wäre dies auf die dichte Siedlungsstruktur zurückzuführen und zum anderen hätten bestehende Engpässe im Netz bereits vor zwanzig Jahren beseitigt werden müssen. Der Ausbau der Infrastruktur auf den NRW-Autobahnen stellt das Verkehrsmanagement nun vor eine schwierige Aufgabe. Aber auch die Politik könne viel beeinflussen, so Prof. Dr.-Ing. Justin Geistefeldt: „Wie viel Stau eine Baustelle verursacht, kann durch eine kluge Baustellenplanung beeinflusst werden.“ So werden in NRW auf bestimmten Autobahnen schon erfolgreich Seitenstreifen freigegeben, um neue Kapazitäten auf den Strecken zu schaffen oder Ampeln eingesetzt, um den Zufluss zu regeln.

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