Genehmigung des Antrags für ein studentisches Initiativprojekt zum Thema 'Tiny House'

Freitag, 19. Oktober 2018

Im Rahmen von inSTUDIESplus wurde ein Antrag für ein studentisches Initiativprojekt zum Thema „Tiny-House“ genehmigt. Das Projekt wird im Rahmen des Nachhaltigkeitsforums in Form eines Arbeitskreises durchgeführt und von dem „Lehrstuhl für Ressourceneffizientes Bauen" sowie der Fakultät für „Bau- und Umweltingenieurswissenschaften“ unterstützt.

Was ist das eigentlich, so ein „Tiny House“?
Es handelt sich um eine alternative Wohnform zwischen 5 und 37m², welche meist einfach versetzbar ist und eine günstige Möglichkeit bietet schnell an ein Eigenheim zu gelangen. „Tiny Houses“ bieten ein mobiles Wohnkonzept, das an den Lebensmittelpunkt angepasst ist. Diese Wohnform kann auch als Statement gegen den anhalten Flächenfraß verstanden werden, denn jedes Jahr verschwinden in Deutschland derzeit 66 Hektar Land unter Beton, das sind 164 Fußballfelder oder einmal das Stadtgebiet von Düsseldorf. Außerdem handelt es sich beim minimalistischen Wohnstil auch um ein Gegenmodell zum Gesellschaftstrend mehr zu konsumieren als gebraucht wird. Dabei stellen sich die Fragen nach der Tauglichkeit als Modell für energieeffizientes Wohnen, des ökologischen Potenzials gegenüber traditionellen Wohnblöcken und die Recycelbarkeit von Baustoffen.

Die Schwerpunkte des Projektes sind:

1. Die Erstellung einer Grundlagensammlung zum Thema „Tiny House“. (Hier erfolgt im Besonderen eine Analyse/Recherche zu Effizienz bzw. Suffizienz von Flächenbedarf)

2. Die Vorbereitung und ab dem SS 2019 die Durchführung einer curriculären Seminarreihe mit verschiedenen Referenten.

3. Exkursionen zu bestehenden „Tiny House“-Projekten.

4. Die Vorbereitung eines Bauworkshops und die Durchführung mit Studierenden zur Erarbeitung eines Rohbaus.

Ziel des Projekts ist es, ein Konzept des nachhaltigen Bauens und Wohnens auf kleinem Raum am Beispiel eines „Tiny House“ wissenschaftlich zu analysieren, aufzubereiten und für Interessierte zugänglich zu machen sowie einen interdisziplinären Überblick zum Thema zu schaffen. Außerdem soll die praktische Umsetzung von Projektelementen ermöglicht werden.


Tiny House

Projektleiterin Ulrike Emonds und Projektleiter Marvin Nöller