Verkehrswesen: Millionenverluste von Firmen durch Dauerstau

Verkehrswesen: Millionenverluste von Firmen durch Dauerstau

Donnerstag, 7. Dezember 2017


Wir kennen es alle: Wir fahren zur Arbeit und müssen eine Viertelstunde zusätzlich einplanen, denn es ist Stau. Wir müssen zu einem externen Termin: Stau. Zurück nach Hause: Wieder Stau. Bereits auf der Universitätsstraße.

Wie die WZ vor einigen Tagen berichtete, sind die großen Verlierer des überlasteten Straßennetzes in NRW neben den Pendlern vor allem Firmen. Die jährlichen Staukosten allein in unserem Bundesland belaufen sich auf ca. 250 Millionen Euro; die Gesamtkosten deutschlandweit werden von Experten auf 10 bis 69 Milliarden jährlich geschätzt. Wieso die Schätzungen so weit auseinander liegen, ist leicht zu erklären. Bereits 2011 merkte Prof. Justin Geistefeldt (LS für Verkehrswesen) in einer zusammenfassenden Studie für das NRW-Verkehrsministerium an, dass in vielen Studien pro Stunde Zeitverlust ein anderer Geldwert zugrunde gelegt sei. So kalkulierte man in einer Studie mit 20 € pro Stunde und in einer anderen mit 56 €, da man von verschiedenen Grundannahmen ausging. Die gleiche Problematik tritt auf, wenn man den staubedingten Zeitverlust berechnen möchte.
Am kommenden Mittwoch wird vom Verkehrsausschuss des Landtages über den Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr beraten. In diesem Rahmen wird über das voraussichtliche Budget von 2,76 Milliarden Euro und 109 zusätzliche Stellen im Verkehrshaushalt debattiert, welche vor allem Planungskapazitäten erhöhen und der neuen Abteilung für die Erschließung von Chancen der vernetzten Mobilität für NRW.
Damit der Dauerstau hoffentlich bald ein Ende hat.
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