Sanierung des IC-Gebäudes an der RUB

Sanierung des IC-Gebäudes an der RUB

Mittwoch, 27. Juli 2016

Die Gebäude der Ingenieurwissenschaften wurden an der Ruhr-Universität Bochum als erster Bereich fertig gestellt und 1965 eröffnet. Seit dem Jahr 2008 werden sie durch die Niederlassung Dortmund des BLB NRW modernisiert, wozu die I-Reihe zunächst um ein viertes Gebäude (ID) als Ausweichfläche erweitert wurde. Das Gebäude IC wurde kernsaniert und im Zuge dessen in vielfältiger Weise modernisiert, verbessert und verschönert. Dabei wurde ein besonderer Wert auf die Umsetzung der technischen Sicherheitsstandards und eine moderne Infrastruktur gelegt. Nach Abschluss der Baumaßnahmen bietet es unter anderem Platz für 5.000 Studierende, 57 Labore, zwei Hörsäle à 340 Plätze, eine Bibliothek sowie zahlreiche Büros, Aufenthalts-, Lern- und Servicebereiche – und begeistert Studierende und Beschäftigte gleichermaßen.

Modernisierung des IC-Gebäudes
Die Kernsanierung des Gebäudes IC war eine große Aufgabe, die ebensolche Herausforderungen mit sich brachte. Es galt, eine dreistöckige Treppe über den Innenhof an ihren Platz im Gebäudeinneren zu hieven. Das Problem: Die Metalltreppe ist aus einem Guss und nur wenige Zentimeter kleiner als die Gebäudeöffnung – doch es gelang. Im Zuge dieser Aktion offenbarten sich Korrosionsschäden und statische Mängel an den Balkonaufhängungen rund um den Innenhof. In den Etagen 2 und 3 mussten daher die neu installierten Fassadenelemente, Lüftungskanäle und Elektroinstallationen zunächst wieder entfernt bzw. rückgebaut werden, um statisch nachbessern zu können.

Trotz der Schwierigkeiten war die Kernsanierung ein voller Erfolg, was zu großen Teilen durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bedingt war. Die Architekten haben das Gebäude zudem mit vielen kleinen Kniffen funktional und optisch respektvoll aufgewertet: Zwei neue Erschließungsachsen ermöglichen es, dass man sich heute überall barrierefrei bewegen und intuitiv orientieren kann. Große, zum Teil bodentiefe Fenster schaffen eine offene Atmosphäre und Platz zum Denken.
Mit diesen und weiteren Neuerungen (u.a. Schadstoffbeseitigung, statische und energetische Verbesserung) ist das alte IC in seinem neuen Gewand ein Gebäude, das begeistert. Das haben die BLB-Kolleginnen und Kollegen aus Dortmund, die Architekten, Projektsteuerer und Generalübernehmer und natürlich die Universität inzwischen auch schriftlich: Der Bund deutscher Architekten Bochum zeichnete das Gebäude aufgrund seiner Fortschrittlich- und Beispielhaftigkeit als „Guter Bau 2014“ aus. Das sahen offensichtlich auch die Leser der WAZ so, denn sie sprachen dem IC-Gebäude zusätzlich den erstmals ausgelobten Publikumspreis des BdA Bochum zu. Ob man also die Nutzfläche des Gebäudes betrachtet oder den Trophäenschrank: Das IC hat in jedem Fall dazugewonnen.

Komplette Erneuerung der I-Reihe
Auch die Gebäude IA und IB werden saniert: Nachdem sie komplett abgerissen wurden, werden sie derzeit im gleichen Stil neu aufgebaut. Am Ende werden alle Gebäude von IA bis ID über einen durchgängigen, in Ost-West-Richtung verlaufendem Gebäudetrakt – die sogenannte Magistrale – miteinander verbunden sein und damit die Vernetzung der ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen auch baulich zum Ausdruck bringen.

Weitere Informationen unter https://www.blb.nrw.de/BLB_Hauptauftritt/Einblicke/ic_uni_bochum/index.php