Workshop Bioelektrische Systeme

Workshop Bioelektrische Systeme am 25.11.2015

Die Tatsache, dass lebende Mikroorganismen durch ihre biochemischen Prozesse in der Lage sind, elektrischen Strom zu generieren, ist, dank Potters im Jahre 1911, bereits seit mehr als 100 Jahren bekannt. Diesen Strom aber wirklich nutzbar zu machen und (Labor-)Systeme zu entwickeln, mit denen dies effizient möglich ist, gelang erst seit der Jahrtausendwende.
Seitdem verzeichnet die Entwicklung bioelektrochemischer Systeme einen bis heute anhaltenden, fast exponentiellen Zuwachs. Dies bekräftigt das enorme Potential dieser innovativen Technologie in einer Vielzahl an (denkbaren) Anwendungsbereichen. Allerdings beschränkt sich der Großteil der Forschung und Entwicklungen immer noch auf Grundlagenforschung an Systemen im Labormaßstab. Wirklich anwendungsbezogene Forschung mit dem Ziel effiziente BES-Pilotanlagen zu entwickeln sind sehr selten und werden oft aufgrund unbefriedigender Ergebnisse nicht weiter verfolgt.

Im Rahmen des vom Umweltministerium NRW (MKULNV) geförderten Projektes „Optimierung der mikrobiellen Brennstoffzellen-Technik für den Kläranlagenbetrieb“ ist es daher das Ziel, einen Erfahrungsaustausch mit anderen in- und ausländischen Wissenschaftlern aus dem Bereich der BES-Forschung zu realisieren und zu diskutieren, inwiefern eine großtechnische, effiziente Nutzung bioelektrochemischer Systeme noch Zukunftsmusik ist oder doch schon realitätsnah erscheint.

Eine dieser Gelegenheiten bietet ein von Prof. Wichern (LS Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik) organisierter Workshop zum Thema 'Bioelektrische Systeme – Von der Forschung Richtung Anwendung' am 25.11.2015 im Beckmannshof (Beginn 9:00 Uhr). Das vollständige Programm findet sich untenstehend.

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