RUB Bauingenieure im DFG Förderranking auf Platz 1

Bauwesen an der RUB im DFG Förderranking bundesweit auf Platz 1


Die Ruhr-Universität Bochum ist bundesweit die Hochschule mit dem höchsten DFG-Bewilligungsbudget im Bereich Bauwesen und Architektur für den Zeitraum zwischen 2011 und 2013 (siehe Tabelle unten). Sie nimmt damit eine Spitzenposition ein, noch vor anderen an der Exzellenzinitiative beteiligten Universitäten wie z.B. der RWTH Aachen. Dieses geht aus dem jährlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft herausgegebenen Förderatlas – Kennzahlen zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland für das Jahr 2015 hervor. Dazu Prof. Dr. tech. Meschke, Inhaber des RUB-Lehrstuhls für Statik und Dynamik und zugleich Sprecher des SFB 837 'Interaktionsmodelle im maschinellen Tunnelbau' sowie des Research Departments 'Subsurface Modeling & Engineering' im Interview:


Wie bewerten Sie das Ergebnis des DFG-Förder-Rankings?
Dem Ergebnis kommt ein immens hoher Stellenwert zu, da es sich bei der Statistik der DFG um die einzige fundierte, absolut vergleichbare Datenbank handelt, die Fachdisziplinen und Fakultäten verschiedener Universitäten direkt miteinander in Relation setzt. DFG-Projekte sind nach strengsten Vorgaben peer-reviewed und unterliegen somit einer strikten Bewertung des wissenschaftlichen Outputs. Dass unsere Fakultät im DFG-Ranking an erster Stelle steht, ist ein untrügliches Zeichen ihrer wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit und besonderen wissenschaftlichen Innovationskraft. Dieses gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die DFG-Förderung vor allem auf den Aspekt der Forschung, in Abgrenzung zur Entwicklung, ausgerichtet ist, und dass das Bauingenieurwesen, im Vergleich zu den Naturwissenschaften, im Wesentlichen eine praxisorientierte Wissenschaft ist.

Wie konnte dieses Ergebnis Ihrer Meinung nach erreicht werden, worin liegt das Erfolgskonzept?
Zum einen ist das Ergebnis sicherlich dem Umstand geschuldet, dass wir an der Fakultät den umfangreichen SFB haben, der allein ca. 2 Millionen von den zugrundegelegten 8,9 Millionen pro Jahr einbringt. Zum anderen hat der SFB eine Katalysatorrolle inne, da durch ihn die konstruktiven, eher praxisorientierten Fächer angehalten sind, sich verstärkt auf die Grundlagenforschung zu konzentrieren, da sie um den Stellenwert wissen, den diese bspw. in den Verhandlungen mit dem Rektorat einnimmt. Auf dieser Basis ist die Fakultät insgesamt leistungsfähiger geworden, denn es ist erkannt worden, dass Forschung innerhalb und natürlich auch außerhalb der Universität Reputation einbringt.

Was bedeutet dieses Ergebnis für Mitarbeiter und Studierende?
Die Studierenden sollten wissen, dass sie, zumindest nach einem bestimmten, überaus aussagekräftigen Ranking an der besten Fakultät für Bauingenieurwissenschaften studieren. Dieses ist insbesondere auch für ausländische Studieninteressierte wichtig, da Forschungsstärke für diese ein entscheidendes Standortmerkmal und wichtiges Entscheidungskriterium für einen Studienstandort ist. Als indirekter Effekt steigt auch unsere Attraktivität für Firmen und es ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten für Industriekooperationen. Der nächste Schritt wäre es, unsere Fakultät auch im CHE Ranking in einer gemeinsamen Anstrengung aller noch weiter nach vorn zu bringen.

Der vollständige DFG-Förderatlas kann unter dem folgenden Link abgerufen werden: