Plasma, Wind und Virtual Realities: Ingenieure gestalten 'Extraschicht'

Plasma, Wind und Virtual Realities: Ingenieure gestalten 'Extraschicht'

Freitag, 1. August 2014

Am Samstag, den 28 Juni 2014 war die Ruhr-Universität Bochum zum dritten Mal in Folge einer von 50 Schauplätzen im Rahmen des Kulturfestivals 'ExtraSchicht - Nacht der Industriekultur'. Das Programm, das diesmal zwischen 18 und 2 Uhr von den Ingenieuren ausgerichtet wurde, umfasste eine bunte Mischung spielerisch umzusetzender wissenschaftsbezogener Aufgaben, die von den Besuchern begeistert ausgeführt wurden.


Extraschichten sind unbeliebt, besonders abends und am Wochenende. Sie halten einen von der Familie fern, bringen einen um's Abendessen und um den wohlverdienten Schlaf nach einer ohnehin schon anstrengenden Arbeitswoche. Doch die Extraschicht, die am 28.06.2014 von 18 Uhr abends bis 2 Uhr morgens an der Ruhr-Universität Bochum geschoben wurde, war anders: 2001 als noch relativ kleines Kulturfestival entstanden, ging es bei der Veranstaltung 'Extraschicht - Nacht der Industriekultur' ursprünglich darum, ausgediente Industriegebiete, aktive Produktionsstätten, Zechen und Halden kunstvoll umzugestalten und sie so zu einprägsamen Orten der Industriekultur werden zu lassen. Auf diese Weise verdeutlichte 'Extraschicht' den Wandel des von der Schwerindustrie geprägten Ruhrgebiets zu einem modernen Wirtschafts- und Kulturstandort. Gleichsam erhielten Besucher die Möglichkeit, einen Blick zu werfen hinter die Kulissen der sonst nur Mitarbeitern und ausgewählten Personen zugänglichen Industriestandorte.
Seit drei Jahren ist auch die Ruhr-Universität einer von 50 Schauplätzen des Festivals und gewährt interessierten Besuchern Zugang zu ihren für Außenstehende oft verwirrenden Gebäudelabyrinthen. Unter dem Dach der ingenieurwissenschaftlichen Kooperative 'AllesING' präsentierten sich die Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaft, die Fakultät für Maschinenbau und die Fakultät für Elektrotechnik mit verschiedenen Führungen, einer Quizshow und im Rahmen eines 'Technik-Parcours', bei dem Teilnehmer verschiedene wissenschaftsbezogene Aufgaben bestehen mussten, um am Ende ein von den ausrichtenden Fakultäten zusammengestelltes Preispaket verliehen zu bekommen. An der Station der Bauingenieure galt es, ein Level des Computerspiels 'Bridgebuilder' zu absolvieren, indem man eine virtuelle Brücke baute, die am Ende verschiedenen Belastungen Stand halten musste: Einem bzw. mehreren PKWs, Lastwagen und schließlich sogar Eisenbahnen. Alternativ konnte ein XXL-Jenga Tower gebaut werden, dessen Blöcke eigens für die Veranstaltung angefertigt wurden. Beide Spiele gaben den Besuchern einen Eindruck davon, mit welchen Themenfeldern sich Bauingenieure eigentlich befassen und welchen Problemen sie sich tagtäglich gegenüber sehen. Die Teilnehmer des Technik-Parcours stellten sich der Herausforderung mit sichtlichem Vergnügen unter Hilfestellung der den Stand betreuenden Experten. Das Hauptbild zeigt Thomas Schwendtken und seinen Sohn Simon, die den größten Jenga-Turm des Abends bauten. Herzlichen Glückwunsch!
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